In diesem Programm gilt es, farbige Karten und Schablonen so übereinanderzulegen, dass vorgegebene Modelle nochmals entstehen. Alle Schablonen ausser einer sind symmetrisch. Aus der asymmetrischen Schablone ist ein Dreieck ausgeschnitten. Diese Schablone kann in Schritten von 90 Grad gedreht werden, wodurch die Aufgabe der Nachbildung noch herausfordernder wird.

Schablonen

Die Nachbildung geschieht dadurch, dass auf die benötigten Schablonen geklickt wird. Dadurch wandert die gewählte Schablone in die Aufbauzone, wo sie sich über - beziehungsweise bei Verwendung des Knopfs "Hinten" unter - diejenigen legt, die sich bereits dort befinden. Unkorrekte Nachbildungen können korrigiert werden, indem man in die Aufbauzone klickt. Dadurch geht die oberste, beziehungsweise die unterste Schablone zurück an die ursprüngliche Stelle.

Die nachzubildenden Modelle sind auf neun Schwierigkeitsstufen verteilt. Auf der ersten braucht man nur eine Karte und eine Schablone, um das Modell nachzubilden. Wie Erfahrungen gezeigt haben, sind sogar geistigbehinderte Kinder in der Lage, Modelle der ersten Stufe korrekt nachzubilden. Auf der neunten Stufe sind bis zu neun Schablonen übereinanderzulegen. Manche Erwachsene haben bei der Nachbildung dieser Modelle Schwierigkeiten. Die grosse Streubreite der Schwierigkeit ist ein Vorteil dieses Programms. Zusammen mit der grossen Anzahl von Modellen (5'106) bedeutet dies, dass das Training mit einem Kind während mehrerer Monate oder gar während Jahren dauern kann. Das Programm passt sich dem Leistungsniveau des Lernenden an, indem es ihn auf ein höheres Niveau setzt, wenn er bei der Modellnachbildung keine Schwierigkeiten hat, und auf ein tieferes, wenn ihm die Nachbildung Schwierigkeiten bereitet.

Modelle

Das Endprodukt - die korrekte oder inkorrekte Nachbildung - ist weniger wichtig als der Weg, wie der Lernende die Lösung findet. Um den Denkprozess zu verstehen, werden alle Aktivitäten des Lernenden und die Reaktionen des Programms in einem Protokoll gespeichert. Das Programm erkennt 44 Fehlertypen und ist in der Lage, in adäquater Weise darauf zu reagieren. Eine Statistik aller Fehler wird ins Protokoll geschrieben. Die Fehleranalyse ist - wenn immer möglich - prozessorientiert, d.h. sie findet bereits dann statt, wenn eine Schablone bewegt wird, und nicht erst, wenn der Lernende denkt, er habe die Lösung gefunden.

Das Programm gibt normalerweise Feedbacks in gesprochener Sprache. Aber es ist auch möglich, auf geschriebene Antworten umzustellen.

Es ist nicht klug, ein Kind allein mit diesem Programm arbeiten zu lassen. Das Dreieck "Lernender - Trainer - Programm" ist sehr wichtig. Der Trainer muss mit dem Lernenden in einen Dialog treten, muss mit ihm die Eigenschaften der Schablonen diskutieren und die Strategien, die man benutzen muss.