Nicht wenige Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben Schwierigkeiten, Pläne und Strategien zu entwerfen und die einmal entworfenen Strategien zu befolgen. Deshalb ist ihr Problemlöseverhalten ineffizient und hektisch. Sie versuchen, ihre Lösungen durch Versuch und Irrtum zu finden, aber entweder misslingt die Lösung vollkommen oder sie vergessen wesentliche Aspekte. Die Strategiedefizite betreffen nicht nur den kognitiven, sondern auch den metakognitiven Bereich. Personen mit Strategiedefiziten kontrollieren nicht genügend ihr Problemlöseverhalten, sie geben sich nicht genügend verbale Instruktionen, sie nehmen sich nicht genügend Zeit, um eine Aufgabe auszuführen, und es gelingt ihnen nicht, ihr Wissen auf ähnliche Probleme zu übertragen. Als Folge dieser Defizite bauen sie ein negatives Bild ihrer eigenen Fähigkeiten auf und fühlen sich nicht in der Lage, neue Probleme anzupacken.
Kinder und Jugendliche, die ein solches Verhalten zeigen, fallen negativ auf - vor allem in der Schule. Sie gehören sehr oft zu einer Gruppe von Personen, denen man das Etikett "lernbehindert" verleiht. Wenn es ihnen gelingt, die Problemlösedefizite zu kompensieren, verbleiben sie vielleicht unauffällig in Regelklassen, zeigen aber trotzdem Schwächen in gewissen Bereichen.
Um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die diese Schwierigkeiten haben, zu helfen, wurde das Programm "Training kognitiver Strategien" entwickelt.
Das Programm ist in besonderer Weise auch für sehbehinderte und körperbehinderte Personen geeignet, da es sich auch über die Tastatur bedienen lässt. Für sehbehinderte Personen können optische Unterstützungen angefordert werden.
